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Neben dem regelmäßigen Tennisspiel (Walter und Marek seit 25 Jahren) ist die große Leidenschaft das Klettern. Speziell bei Walter hat sich das in den den letzten 5-6 Jahren sehr stark entwickelt. Ursprünglich entstanden aus den Aktivitäten in der Familiengruppe des DAV (Sektion Wiesbaden) zusammen mit den Kindern und dem Wunsch von Walter, seine Höhenangst zu überwinden. Mittlerweile regelmäßiges Klettertraining 1-2mal die Woche je nach Witterung in der Halle (meistens mit Susanne, Ronnie und Claus) oder im Freien (Steinbrüche etc.). Schwierigkeitsgrade bis etwa 8-. Letzteres hängt natürlich sehr stark von der immer subjektiven Bewertung der Route ab und ob im Vor- oder Nachstieg geklettert wird. Bevorzugte Klettergebiete sind die Fränkische Schweiz (Sportkletterrouten) sowie die Dolomiten, (z.B. Sella-Türme, Fünf-Fingerspitze, Micheluzzi, Maria-Führe), Lienzer Dolomiten (ein sehr schönes Gebiet mit tollem Fels, einer prima Hütte (Karlsbader Hütte) und kurzen Zustiegen). In 2009 geschafft wurde (endlich, nachdem zuvor einige Versuche aus zeitlichen oder wettermäßigen Gründen gescheitert waren) die Langkofel-Nordwand (über die sogenannte Pichl-Führe, zurück ging es über den Normalweg), mit etwa 1000 m die längste Wand in den Dolomiten). Auch Klettersteige (z.B. Martinswand bei Innsbruck (sehr anspruchsvoll!) oder Pößnecker oder Pisciadu (sehr schön mit der Brücke!) machen wir einmal im Jahr. Viele größere Touren habe ich früher mit meinem "anderen Seilende" Rüdiger (genannt "Lemmi" ) gemacht. Durch ihn, (den 10 Jahre jüngeren, durch andere Sportarten wie Jiu Jitsu, Tauchen) sehr durchtrainierten Partner und Freund, habe ich sehr viel gelernt. In der Fränkischen Schweiz bin ich mindestens einmal im Jahr mit Kai unterwegs. Hier sind wir u.a. am Röthelfels, den Haselstaudener Wänden,Wolfstein, Graischenstein, Leupoldsteiner Wand, Langer Berg Wände, Plecher Wand, Breitenberger Südwand, Jubiläumswand, Weißenstein, Elfenwelt, Hartelstein, Münchserwand u.a. geklettert. Kleiner Auszug von gemachten Touren: Tridentina Klettersteig, Pößnecker Klettersteig, Erster u. zweiter Sellaturm, Kleine Micheluzzi-Führe zum Gamsband, Wasserfallplatten, Traumpfeiler, Maria-Führe, Daumen der Fünffingerspitze, Simonskopf, Haspinger-Route, Bügeleisenkante, Egerländerkante, Gamswiesenspitze, Gamsplatte, Teresa (Monte Brenta), Langkofel-Nordwand 2010: Dibona-Kante (Große Zinne), Preußturm (Kleine Zinne), Ultimo spirito (Cadinspitzen) 2011: Via Miriam (cinque torri), 1. Pfeiler (Tofana)
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Auszug von gemachten Klettertouren:
Lienzer Dolomiten 6.8.-12.8.2005 Standort: Karlsbader Hütte, 2260 m (Aufstieg über Dolomitenhütte, 1640 m) 7.8.: vormittags Knoten- und Seiltechnik, Reverso. Mittags zum 20m hohen Hausübungsberg zum Üben und Kennenlernen. In kleinen Schneesturm geraten, abgebrochen. Nachmittags aus Wettergründen weitere Seil-, Sicherungs- und Rettungskunde: z.B. Abseilen mit Reverso von Bandschlinge, neue Techniken. 8.8.: Kletterstart bei minus 3 Grad! (5 T-shirts, Pulli, Wollmütze, Windjacke (Zimmer ungeheizt!). Ab ca. 9.30 am Block etliche Touren (Vorstiege, viele Stände gebaut (neu mit Band zur 2. Sicherung), 20-22 m hoch). Üben mit Reverso (Vorstieg, Nachstieg, Abseilen) Ende ca. 17.30, Torenplanung für nächsten Tag 9.8.: 9.00-18.00 Uhr: Bügeleisenkante, durchschnittlich III, Wetter gut, 14 Seillängen, Vorstieg, viele Sicherungen selbst gebaut (Sanduhren Köpfl etc.) Zustieg und Abstieg jeweils ca. 45 min. 10.8.: 9.00-17.00 Uhr. Egerländerkante, 21 Seillängen, 18 SL Vorstieg (3 von Hannes wegen Steinschlaggefahr von vorsteigender anderer Gruppe), Tolles Wetter. Durchschnittlich III, ERLEBNIS! 11.8.: Sicherungs- bzw. Rettungstechniken geübt: Seilrolle, Prusiken mit Tiblock, Reepschnur, Reverso
Wochenverlauf Lienzer Dolomiten 6.8.-11.8.2006 mit Rüdiger 6.8. Anreise: Abfahrt 5.00 Uhr. Ankunft Dolomitenhütte 13.00 Uhr. Aufstieg über Rudl Eller Steig (schwarz markiert), teilweise seilversichert, schöne Ausblicke, zur Karlsbader Hütte (2 Stunden 40 Minuten). Der Rudl-Eller-Steig ist stellenweise versichert und gut begehbar, quert aber vor allem unter den Westwänden der Großen und Kleinen Laserzwand teilweise recht luftig über den dort abfallenden steilen Schrofenhängen. Einstiege für Bügeleisenkante, Egerländerkante und Laserzwand Klettersteig gesucht,. Plan für nächsten Tag gemacht. Wetter gut 7.8. Wetter unsicher, kalt und sehr windig. Wanderung zum Zustieg Gamswiesenspitze, dann zurück und hoch zum Kerschbaumer Törl, weiter zur Schutzhütte Kerschbaumer Alm, dann zurück zur Karlsbader Hütte. 2 Stunden Klettern am Beginners Park. 8.8. Zustieg (45 Min) zur Bügeleisenkante (3 Stunden) und zum (20 Min) Roter Turm (Schmitt Kamin) (45 Minuten). Abstieg (1 Stunde). 9.8. Zustieg (1 Stunde) zur Gamswiesenspitz Nordostkante ( 2,5 Stunden) zurück zur Karlsbader Hütte (1 ¼ Stunde), 30 Minuten Pause, Zustieg (45 Min) zum Laserzwand Klettersteig (2 Stunden) Abstieg (1 Stunde) 10.8. Ganzen Tag schlechtes Wetter, Regen und Nebel, kalt. Kurze Wanderungen zu Einstiegen ansonsten Planungen und „Hüttentag" 11.8. Zustieg (1 Stunde) zur Gamswiesenspitz . Dann Klettern der Gamsplatte (2,5 Stunden) Zurück zur Dolomiten-Hütte (2,5 Stunden). Rückfahrt (9 Stunden)
Wochenverlauf Ravensburger Hütte 1.8.-5.8.2007 mit Rüdiger 1.8. Anreise: Abfahrt 6.00 Uhr. Ankunft Lech 12.00 Uhr. Mit Bus über Mautstraße zum Spullersee. Aufstieg zur Ravensburger Hütte 1 ¼ Stunde mit allem Gepäck über schmalen Steig. Bestes Wetter. Kurz ausgepackt. Dann ab 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr Klettern an den Spullerwänden. Plattenkletterei, sehr wenig Tritte und Griff, nur senkrecht herausgewaschene Rillen. U.a. Rillentango (5+) geklettert. 2.8. Wettervorhersage: könnte bis mittags halten.7.00 Uhr Frühstück. 7.45 Uhr 1 ¾ Stunde Zustieg zur Rogallkante Nordwand. 2-3 Seillängen hinter uns eine zweite Seilschaft. Sehr schöne, teilweise ausgesetzte Kletterei. Schwierigkeit: überwiegend 4+, teilweise Routenverlauf nicht ganz klar, Keile und Friends etc. erforderlich. 50 m vor Gipfelausstieg (letzte, relativ leichte Seillänge) Hagel und Gewitter, sehr kalt. Abstieg durchwegs mit Seilen (überwiegend dünne, durchhängende Draht- und Kunststoffseile) gesichert, trotzdem nicht unproblematisch. Unten Pause und die Sachen etwas getrocknet. Ankunft in der Hütte ca. 15.00 Uhr. Treffen zweite Seilschaft die die Tour abgebrochen und abgeseilt haben. 3.8. Regen. Hüttentag. Nur relativ kurze Wanderung (immer wieder leichter Regen) von 11.00-14.00 Uhr zum Spullerse und Umgebung möglich. 4.8. Wetter gut. Zustieg zur Plattnitzer Jochspitze lang und schwierig zu finden, kaum Markierungen, durch Vortag alles naß und aufgeweicht. Schuhe und Socken werden naß. Schöne, teilweise etwas bröckelige (neu sanierte) Route mit Platten- und Kaminkletterei (Schwierigkeit 5 und 4+). Tourenlänge insgesamt 9 Stunden. Abgesehen von Zu- und Abstieg: sehr lohnenswert. 5.8. Klettern im Bellavista Klettergarten unmittelbar hinter der Hütte. Zustieg wie gewohnt etwas schwer zu finden. Schöne, feste (etwas scharfkantige) Kletterei, 60m-Seil empfehlenswert. Rückfahrt über Fürstenfeldbruck mit Abholen der beiden Enkelchen.
Wochenverlauf Lienzer Dolomiten 17.-22.8.2008 mit Rüdiger 17.8. Anreise: Abfahrt 5.00 Uhr in Seligenstadt. Das Wetter ist gut, die Verkehrsverhältnisse ebenso. Wir sind mittags schon in Lienz, sodaß wir beschließen, den Klettersteig in der Gallitzenklamm (zwischen Leisach/Gries) zu machen. Ein schöner, kleiner Klettersteig zwischen Wasserfällen mit zwei Nepalbrücken. Schwierigkeit bis D. Mittags sind wir dann schon auf der Dolomitenhütte, machen dort eine Rast und laufen dann auf dem Normalweg zur Karlsbader Hütte hoch. Dort sind wir dann gegen 16.00 Uhr und beziehen unser Zimmer Nr. 4 (Falkenau). Die neuen Wasch- und Toilettenräume sind fertig. Sehr komfortabel. 18.8. Wetter ist gut. Um 7.00 Uhr Frühstück, 7.30 Abmarsch. Um 8.30 Uhr sind wir am Einstieg zur Egerländerkante. Um 9.00 Uhr beginnen wir mit den insgesamt 19 Seillängen. Um 12.30 Uhr sind wir am Gipfel und gehen nach einer kurzen Rast zum Roten Turm (2702 m). Hier machen wir noch die 5 neu gebohrten Seillängen der Nordwest-Kante. Sehr schön zu klettern. Um 16.30 Uhr sind wir nach dem bequemen Abstieg wieder auf der Hütte. 19.8. Beste Wetterverhältnisse. Um 7.00 Uhr Frühstück, 7.30 Abmarsch über Kerschbaumer Törl . Um 9.30 Uhr (also nach 2 Stunden Gehzeit!) sind wir am Einstieg zum Simonskopf und beginnen mit den insgesamt 10 Seillängen. Um 13.00 Uhr sind wir am Gipfel, um etwa 15.00 Uhr an der Hütte. Wunderschöne Kletterei (wenn auch manchmal etwas brüchiger Fels), auf der wir auch Angehörige eines Hochgebirgsbataillons beim Trainieren treffen. Zustieg und Abstieg sind allerdings elend lang und da oft nicht versichert für mich teilweise grenzwertig. 20.8. Frühstück wie üblich. Wetter kritisch, wolkenverhangen. Zustieg (1 Stunde) zur Gamsplatte. 9.00 Uhr Einstieg. Schon in der 1. SL fängt es an zu regnen. Wir entscheiden abzuseilen. Nach kurzer Beratung am Einstieg entscheiden wir uns schweren Herzens zur Hütte zurückzugehen. Wetter verschlechtert sich weiter und ab etwa 13.30 Uhr Dauerregen. Vielleicht hätten wir es geschafft, aber immer in Wolken und ohne Sicht. 21.8. Frühstück wie gehabt. 8.30 Uhr sind wir am Einstieg zur Haspinger-Route (Kleine und Große Teplitzerspitze). Sehr schönes Wetter, beste Bedingungen, 14 Seillängen. Wir hören einen starken Steinschlag und sehen eine große Staubwolke am Simonskopf. Wir können aber nicht erkennen, inwieweit unsere Kletterroute von vorgestern da mit betroffen war. Es scheinen aber keine Personen betroffen zu sein. Rückweg durch Scharte vorbei am Seekofel-Klettersteig. 15.30 Uhr an der Hütte. 22.8. Wir überlegen, ob wir noch die Gamsplatte versuchen sollten. Nachdem aber um 8.30 immer noch alles wolkenverhangen ist, entscheiden wir uns zur Dolomitenhütte abzusteigen und die Rückfahrt anzutreten. Um 19.00 Uhr bin ich wieder zuhause. Fazit: eine gelungene Woche auf einer Hütte innerhalb einer grandiosen Umgebung mit hervorragender Küche und neuerdings warmen Wasser. (Letztes Jahr gab es noch für die gesamte Hütte 2 Waschbecken, davon eines mit Warmwasser. Nach Umbau gibt es jetzt komfortable Toiletten- und Waschräume mit 2 Duschen
Wochenverlauf Lienzer Dolomiten 30.8.-5.9.2008 mit Susanne und Thorsten (und natürlich Lisi) 30.8. Anreise: Abfahrt 5.30 Uhr in Oberjosbach. Ankunft Dolomiten-Hütte 14.30 Uhr. Ankunft Karlsbader Hütte 17.00 Uhr. Eigentlich war geplant, mittags schon in Lienz zu sein, um vor dem Aufstieg noch die Gallitzenklamm in Linez-Leisach zu machen und nach dem Aufstieg zur Hütte noch zum Kerschbaumer Törl zur Akklimatisierung zu laufen. Wegen etlicher Staus (Unfälle, Deutschland Radtour) war das nicht zu schaffen. Die Hütte ist voll belegt, sogar auf den Fluren nächtigen Leute. Um 20.00 Uhr treffen wir uns mit Bergführerin Lisi Steurer von der Alpinschule Bergstatt zur ersten Detailbesprechung für die nächsten Tage. 31.8. 7.00 Uhr Frühstück. 7.30 Uhr Abmarsch. 8.45 Uhr Einstieg Bügeleisenkante (Westkante der „Kleinen Laserzwand", 2568 m). Überwiegend 3- 3+ Gelände, tw. 2+. 950 HM, 10 SL. Routenfindung wird durch Theniushaken sehr erleichtert. Einige SL im Vorstieg mit Nachsichern von Susanne und Thorsten an 2 Seilen. Lisi klettert frei neben uns. Um 13.00 Uhr sind wir am Gipfel und gehen nach einer kurzen Rast zum Roten Turm (2702 m). Hier machen wir noch die in 2006 sanierten 5 gebohrten Seillängen der Nordwest-Rampe. III-IV(-). Sehr schön zu klettern, interessanter Routenverlauf. Zurück über Schmittkamin in überwiegend freier Kletterei, 1 Stelle abgeseilt. Thorsten und Susanne werden von Lisi gesichert. Erstbegehung schon 1905. Um 16.30 Uhr sind wir nach dem bequemen Abstieg wieder auf der Hütte. 1.9. Noch gute Wetterverhältnisse. Um 7.00 Uhr Frühstück, 7.30 Abmarsch zum Einstieg. Wir klettern die Nordostkante der Kleinen Gamswiesenspitze, 2454 m. Erstbegehung 1939. 9 SL, III-IV, 1 Stelle etwas schwerer. Grundsätzlich ist zu sagen, dass alle Bewertungen relativ hart sind. Lisi erklärt es damit, dass früher bei Schwierigkeitgrad VI Schluß war. Da den keiner vergeben wollte, sind die Bewertungen eben immer unterhalb davon… Sehr schöne, teilweise ausgesetzt Kletterei. Zurück über manchmal mit Drahtseilen versicherten schmalen Pfad zum Kerschbaumer Törl. Von da zur Hütte. Ankunft 13.00 Uhr. 1,5 Std. Pause. Von 15.00-16.30 Uhr Klettern am Übungsfelsen „Beginners Park". 2 Routen im Vorstieg, dann Abbruch wg. Nebel und leichtem Regen. 2.9. Wetter unsicher. Frühstück wie üblich. Aufstieg zum Roten Turm, Sportkletter-Seite. Hier klettern der Südrampe. Insgesamt nur 3 SL, nach der 2. SL Übergang in den Südriss, der im unteren Teil 7+ bewertet ist. Wir klettern IV-V! Sehr interessante Kletterei mit ausgesprochen luftigen Ständen. Erstbegehung 1921. Nachmittags wieder Beginners Park. Schwerpunkt Vorstieg und Sicherungstechniken, u.a. Hochprusiken an einem Seil. Abends Besprechung mit Lisi. Lisi schlägt vor, statt der Haspinger Route (= Kleine und Große Teplitzer Spitze, 13 SL, ursprüngliche Planung) die Gamsplatte zu klettern. Begründung: Es ist damit zu rechnen, dass der Kurs des Heeres relativ früh in die Haspinger Route einsteigt. Da der Fels stellenweise etwas bröckelig ist, ist mit Steinschlag zu rechnen. Ich unterstütze die neue Variante mit dem Argument, solange die Bergführerin zur Verfügung steht, lieber etwas anspruchsvollere Routen zu klettern. Susanne und Thorsten stimmen dem zu. 3.9. Frühstück wie gehabt. Einstieg zur Gamsplatte (wie zur Gamswiesenspitze). Erstbegehung schon 1905! 7 SL überwiegend IV+, eine Stelle V. Plattenkletterei. Thorsten lässt sich nach der 1. SL ab, will lieber doch den Madonnenklettersteig machen. Lisi sichert Susanne und mich an 2 Seilen nach. Schöne (nicht ganz einfache) Kletterei, Routenfindung tw. nicht ganz einfach. Sehen am Ausstieg kurz nach dem Gipfel Thorsten und können ihm signalisieren, dass wir noch zum ÖTK-Felsen klettern gehen wollen. Thorsten ist in der Hälfte des Klettersteiges gestürzt und klagt über Kopfschmerzen. Gehen über den bekannten Abstieg zum Kerschbaumer Törl zum ÖTK-Felsen. Da gibt es 28 Sportkletter-Routen. Ich mache 3 Routen im Vorstieg: ÖTK-Kante (III), Tina (V+), Gecco (V). Lisi erläutert, warum sich in Österreich neue Lehrmeinung zu Brust- und Hüftgurt gebildet hat. Nach Untersuchungen von zwei Ärzten soll es sicher sein, dass das klettern nur mit Hüftgurt weniger Verletzungen im Sturz birgt, als das Klettern mit Hüft- und Brustgurt-Kombination. 4.9. Wetterprognosen sind schlecht. Bestätigung von örtlichem Wetterdienst eingeholt. Der ursprüngliche Plan, die Egerländerkante zu klettern, wird fallengelassen. Es ist kalt und windig. Wir gehen in den neu eingerichteten Laserz-Klettergarten (Vergessene Welt). 13 gut eingerichtetete und an der Wand gekennzeichnete Routen. Schwierigkeiten III+-VI. 4 Roten sind 2 SL. Beginn mit „Oben ohne", 2 SL (III+IV+) Wegen Kälte und Wind wechseln wir zum Beginners Park und klettern dort alle Routen durch. 5.9. Wir gehen noch mal zum Laserz-Klettergarten. Kalt und starker Wind. Susanne und ich klettern trotzdem noch 6 Routen. Dann Abstieg zur Dolomitenhütte, Ankunft 12.00 Uhr. Fahren dann zum Klettersteig in der Gallitzenklamm (zwischen Leisach/Gries). Ein schöner, kleiner Klettersteig zwischen Wasserfällen mit zwei Nepalbrücken. Schwierigkeiten B mit C-Stellen. 3 Wasserfälle, insgesamt „klein aber fein". Anschließend Heimfahrt, 22.00 Uhr zuhause.
Auszug aus Dolomiten-Wochen (16.-23.7.2009): 19.7.2009. Kalt, aber trocken. Albin Markart, (Bergführer) und ich beschließen, Richtung Gardasee zum Monte Brenta (Sonnenplatten) zu fahren, weil es dort wärmer ist. Machen dort die „Teresa". (Erstbegehung M.Furlani und R.Bassi 1979). 15 SL mit 2 spektakulären Quergängen. Albin hat beim Einstieg gemeint, es wären wohl 4+. Wir klettern ca. 3 ½ - 4 Stunden, Abstieg 1 ½ Stunden. Geplante 2. Tour wird abgebrochen, weil Felsen zu abgespeckt. Im Führer stellen wir nachher fest, dass „Teresa" mit 5c (6) bewertet ist. Vereinbaren für morgen den Langkofel. 20.7.2009. Start 5.00 Uhr mit Auto zum Sellapaß. Beginn Einstieg 5.30 Uhr (durch Steinerne Stadt und Geröllfelder). Kletterbeginn kurz vor 7.00 Uhr. Wir wollen die „Pichl-Route" (Nordostwand und Nordkante) - Erstbesteigung R.Pichl und R.Weizer 1918 - machen. Längste und reizvollste Route der Grödner Dolomiten. Die Routenfeststellung ist im Führer als mühsam beschrieben. Nach dem anstrengenden Aufstieg ist der lange Abstieg zu berücksichtigen (über den Normalweg = eigentlich eine eigene Klettertour). Es geht 1020 Höhenmeter (27 SL) hoch und dann noch 250 Höhenmeter am kurzen Seil durch Gehgelände (auch kleine Schneefelder (blöd in den Kletterschuhen)). Relativ viele Kamine und 3(?) Quergänge. Einer davon mündet auch noch in einen Kamin. Anstrengend, weil auch ungewohnt. Wo kann man das hier in Deutschland schon trainieren? Gipfel ca. 14.00 Uhr. Treffen dort 2 Italiener, die über den Normalweg gekommen sind. Schätzzeit: 3-3 ½ Stunden, die haben 5 gebraucht. (Für den Rückweg braucht man normalerweise genau solange!). Machen Photo von Albin und mir. Hoffentlich kommen sie wieder gut runter. Nach kleiner Rast: Abstieg. Hammerhart! Wir kommen 17.40 Uhr an der Toni-Demetz-Hütte an. Gondelbahn von der zum Tal schließt um 17.00 Uhr. Also noch einmal etwa 1 ¼ Stunden zusätzlicher Abstieg! Waren dann also etwa 14 ½ Stunden unterwegs! Finger teilweise durchgeklettert, Füße schmerzen. Zusatzbemerkung: die Tour ist aus meiner Sicht (falls man nicht sehr erfahren ist) ohne Führer aussichtslos. Die Route ist extrem schwer zu finden, unübersichtlich, es sind nur wenige uralte geschlagene Haken in der Route, alles muß selbst abgesichert werden. Und auch sehr lang. Wegen des Regens/Schnees vom 18.7. auch noch Behinderungen durch Schneefelder. Resümee: tolle Sache, bin froh, dass ich es gemacht habe, allerdings durchaus grenzwertig. Viele Reserven hatte ich am Schluß nicht mehr! 27.7.2009. Pisciadu-Klettersteig mit Brigitte. Sehr schön, aber viel Betrieb. Zurück über Val Setus.
Wochenverlauf Sextener Dolomiten (Rifugio Aurenzo) 12.7.-16.7.2010 mit Lisi Steurer Vorab ein paar Randbemerkungen: Fels war insgesamt gut bis sehr gut Klettern mit 60m Doppelseil (hat uns lange Kletter- bzw. Abseillängen ermöglicht) Gesichert mit HMS bzw ATC Klettern nur mit Hüftgurt (wg. Schwerpunkt ist es in diesem Fall dann besonders wichtig, dass das Seil am Gurt nur ein kleines Auge hat!) Routen teilweise nicht einfach zu finden Wir sind meist um 5.00 Uhr aufgestanden, um die ersten am Einstieg zu sein Absicherung: typisch alpin (also relativ lange Abstände) ausschließlich alte geschlagene Haken, an den Standplätzen 2, Zwischensicherungen 1 (wir haben alle mit mobilen Sicherungen zusätzlich gesichert und zwischendurch mobile Zwischensicherungen gelegt). Stürze sind da natürlich tunlichst zu vermeiden! Abseilstellen bis fast 60m (ebenfalls an geschlagenen Haken teilweise mit fixen Klemmkeilen). Abseilstellen auch schwer zu finden. Bewertung durch die Erstbesteiger zu Zeiten, da die Skala nur bis 6 ging, würde heute alles also durchwegs höher angegeben werden. Umso höher ist die Leistung der damaligen Kletterer mit der damals vorhandenen Ausrüstung zu bewerten. Und Leute wie Paul Preuß ("Die Berechtigung für den Gebrauch von künstlichen Hilfsmitteln entsteht daher nur im Falle einer unmittelbar drohenden Gefahr." ) haben ja außerdem sowieso weitestgehend auf Sicherungsmittel verzichtet!! 11.7. Anreise: Abfahrt mit Zug 6.00 Uhr Niedernhausen, Ankunft 20.00 Uhr in Toblach. Verspätet, da ich wegen Zugverspätungen weder den Anschlusszug in München noch den in Franzensfeste erreicht hatte. Wurde in Toblach am Bahnhof von Lisi abgeholt. 21.00 Uhr im Rifugio Aurenzo. Wetter sehr warm. Wir richten die Kletterrucksäcke für den nächsten Tag her. Lisi will gleich die Dibonakante machen, da das Wetter am nächsten Tag noch stabiler als am Dienstag sein soll. Da wir früh aufstehen wollen, wird das Frühstück schon gerichtet. 12.7. Wetter sieht gut für Dibonakante aus. Wir stehen um 5.00 Uhr auf, kurz vor 6.00 Uhr geht es auf einem relativ bequemen Weg (nur am Schluß wird es steil) los, 7.00 Uhr sind wir am Einstieg. Sehr guter Fels, aber kaum Sicherungen. Das meiste muß durch Klemmkeile und Friends abgesichert werden. Es ist noch etwas ungewohnt, sich in diesem Gelände zu bewegen. Deutlich anders als im Morgenbachtal oder in der Fränkischen Schweiz. Die Route ist nicht ganz einfach zu finden, ich klettere bestimmt einige Passagen schwerer als notwendig. Lisi führt zügig und sicher. Kurz vor 12.00 Uhr ist die letzte Seillänge geschafft. Es wären jetzt noch einige Höhenmeter durch Gehgelände bis zum endgültigen Gipfel. Wir entscheiden aufgrund der Wetterlage, diese ca. 50 Minuten (hin und zurück) zu sparen, da sie weder klettertechnisch noch von der Aussicht wesentlich etwas bringen würde, andererseits wir möglicherweise beim Rückweg in schlechtes Wetter kämen. Es geht jetzt zuerst (am kurzen Seil = ist ja auch nur für den Kopf…) auf einem schmalen Band (eklig, ich hasse solche Bänder….) ein ganzes Stück abwärts. Dann längerer Abstieg durch viel Geröll und teilweise sogar Schneefelder. Nicht immer ganz angenehm. Ca. 16.00 Uhr laufen wir (die ersten Tropfen fallen schon) noch in voller Kletterausrüstung in der Hütte ein. Sekunden später bricht das Gewitter los. Gut, dass wir uns die letzten Höhenmeter gespart hatten. Wir sind ja eh 20 oder 21 SL überwiegend in 4er oder 4+ Gelände geklettert. 13.7. Wetter sieht wieder gut aus. Wir stehen um 4.45 Uhr auf, 5.30 Uhr geht es wieder auf einem relativ bequemen Weg los, 6.30 Uhr sind wir am Einstieg. Lisi meinte, gestern wäre es doch super gelaufen, da könnte man heute doch etwas Schwierigeres machen. Also fiel die Entscheidung für den Preußturm. Benannt nach Paul Preuß. (Preuß war einer der bekanntesten Bergsteiger seiner Zeit, der nicht nur für seine Leistungen, sondern auch für seine Leitsprüche berühmt ist. Besonders bekannt ist in Kletterkreisen seine Forderung, man müsse die Kletterstellen, die man nach oben klettert, auch frei abklettern können. Er gilt heute als einer der geistigen Väter des Freikletterns und als der beste Kletterer seiner Zeit. In seinem kurzen Leben - er verunglückte im Alter von nur 27 Jahren an der Manndlkogel-Nordkante im Dachsteingebirge - bestieg er mehr als 1.200 Gipfel, dazu zählen zahlreiche Erstbesteigungen (ca. 150), die meisten davon im Alleingang. Er verzichtete bewusst auf jegliche Sicherungs- und Hilfsmittel, sogar das Abseilen lehnte er ab.) Es wird eine Route mit 7-8 SL durchgehend 5 werden! Viel Kaminkletterei! Nicht ganz trivial, weil so etwas kann man hier ja nirgends trainieren… Aber geht erstaunlich gut. Absicherungen wie schon am Vortag. Rückweg: vier 60m-Abseilstellen. Nicht immer gleich zu finden. Beim Abziehen muß man immer gut aufpassen, dass man nicht von den Steinen, die vom Seil gelöst werden, getroffen wird. In der letzten Abseilstrecke verdreht sich das Doppelseil (aus welchen Gründen auch immer) so, dass der Achter blockiert wird. Natürlich genau an einer Stelle, wo ich frei ca. 1m vom Felsen weg hänge. Muß mich also hochprusiken, um das Seil neu zu ordnen. Sind (mit Pause auf der Lavaredo-Hütte) etwa 15.00 Uhr wieder im Rif. Aurenzo. 14.7. Wetter sieht schon wieder gut aus. Wir stehen um 5.00 Uhr auf. Geplant ist Ultimo spirito, 6- !! . Nach dem Frühstück mit dem Auto ein Stück die Mautstraße hinunter, von einem Parkplatz ca. 50 min durch etwas anstrengendes steiles Wiesengelände zum Einstieg. Es werden zwar „nur" etwa 6 SL sein, aber eben durchgehend relativ schwer. Wir beschließen deshalb auch, sowenig wie möglich Gepäck in einem Rucksack mitzunehmen, den Rest am Einstieg zu lassen und den am Rückweg wieder abzuholen. Ich bin erstaunt, wie gut mir diese SL in doch anspruchsvollem Gelände gelingen. Mußte mich kein einziges Mal ins Seil setzen oder ähnliches. (Obwohl SL bis zu fast 60 m, weil Lisi durchgestiegen war. Abstieg: 1 SL (ca 30m) abseilen, dann über Normalgelände zurück. Rückfahrt nach Toblach und einchecken in Gasthof „casa per ferie europa". (www.casaperferieeuropa.it). 15.7. Wetter sehr warm und trocken. Erkunde Toblach und Umgebung. Sehr ruhiger und entspannter Tag. (War ursprünglich als Reservetag, falls mal schlechtes Wetter gewesen wäre) gedacht. Unterkunft gut mit hervorragendem Essen!! Empfehlenswert. Sprechen allerdings nur italienisch. 16.7. 6.55 Uhr Abfahrt mit Zug von Toblach Richtung Heimat. Ankunft in Niedernhausen etwa 17.15 Uhr.
So, und dann gabs leider ein paar Zwangspausen, die sich auf Training und Klettertouren auswirkten: November 2010 Operation wg. eines Nierentumors. Kaum mit Klettern wieder angefangen im April 2011 Kniearthroskopie wg. angerissener Bänder (Innenband, Meniskus, Kreuzband). Aber so schnell wird nicht aufgegeben! Nach dieser Pause wieder Trainung und dann:
Toblach 20.7.2011-30.7.2011 21.7. Gery (Bergführer) holt mich ab. Wir fahren ca. eine Stunde zur Hütte „cinque torri". Habe noch ein Zimmer bekommen. Wir gehen zum Einstieg zur Via Miriam (sind nur wenige Minuten). 8 SL, Schwierigkeit 5 (5+). Problem sind öfter mal die extrem abgespeckten Stellen, speziell am Anfang. Vor uns sind noch zwei Seilschaften. Im Laufe der Zeit haben wir beide überholt. Rückweg mit zweimal Abseilen z.T. freihängend. Ca. 14 Uhr fertig. Haben überlegt, ob wir noch eine 4-SL-Route anhängen. Haben uns aufgrund der Witterung dann doch entschlossen, ganz abzusteigen. Gute Entscheidung. Kaum sind wir an der Hütte, fängt es zu regnen an. Lerne ein Paar aus Heppenheim kennen. Johannes klettert schon 40 Jahre. Kennt Pfalz in- und auswendig. Tauschen Adressen. Abends kommt Lisi. 22.7. Trocken. Fahren zur Tofana. Überlegen wegen Wetterprognosen und Knie, ob wir Einstieg wagen sollen. Entscheiden uns dafür, mindestens die ersten 3 SL des 1. Pfeilers (14 SL, V+/6) zu versuchen. Schaffen die ersten 3 SL in einer Stunde. Beschließen weiter zu klettern. Treffen unterwegs Ivo Rabanser (bekannter Bergführer und Autor). Unterhalten uns immer am Stand zusammen. Er gibt auch Tipps für Varianten abweichend vom Original-Topo. Sind ziemlich schnell. Abstieg über ein schmales Band. Nichts für meine Höhenangst. Treffen Ivo und seinen Gast anschließend unten in der Hütte.
Pläne für 2012: Ist bißchen abhängig von einer nochmal notwendigen Operation im Januar und wie es dann mit der anschließenden Rekonvaleszenz etc. klappt. Aber wenn alles gut geht wollte ich im Juli/August einige Routen in den Lienzer Dolomiten machen...
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